Anfrage: Öffentliches Straßenzustandsverzeichnis

Zur Gemeinderatssitzung am 21.01.2015 von Peter Hupfauer

Vor dem Hintergrund, dass über die Straßenausbausatzung der Gemeinde die Kosten für eine Straßensanierung mit bis zu 80 Prozent auf die Anlieger übertragen werden können und dies – siehe im Fall Andresenstraße – nicht unerhebliche Summen sind, wäre es wünschenswert, anhand bestehender Daten ein Straßenzustandsverzeichnis über die Homepage der Gemeinde zu veröffentlichen.

Anfrage:

Der Bürgermeister wird gebeten zu prüfen, ob ein geeignetes Straßenzustandsverzeichnis auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden kann, aus dem ein Anlieger oder Käufer den Zustand einer Straße ersehen und sich gegebenenfalls auf die Kosten einer Sanierung einstellen kann. Denkbare Angaben des Verzeichnisses:

  • Straßenname
  • Jahr der Errichtung
  • Erwartete Lebensdauer der Straße
  • Durchgeführte Erhaltungs-/Sanierungsmaßnahmen
  • Aktuelle Zustandsklasse der Straße
  • Voraussichtlicher Sanierungszeitraum
  • Geplanter Sanierungszeitraum
  • Beschlossener Sanierungszeitraum

Ergebnis der Anfrage (Oktober 2015)

Ein halbes Jahr nach der Anfrage haben es Bürgermeister und Bauverwaltung geschafft, eine Liste auf der Homepage der Gemeinde zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist mehr als enttäuschend. Entweder hat die Verwaltung keine besseren Daten oder sie sollen nicht veröffentlicht werden, denn die nun präsentierten Informationen verdient nicht den Namen eines Straßenzustandsverzeichnisses.

Während andere Gemeinden wie Taufkirchen aktiv den Zustand ihrer Straßen erfassen und den Aufbau eines modernen Straßenkatasters zur Einführung eines Erhaltungskonzeptes auf Basis einer Schadenserfassung und -klassifizierung vorantreiben (Bericht), setzten in Unterhaching der Bürgermeister und die anderen Parteien offenbar auf die Straßenausbaubeitragssatzung, nach der die Sanierungskosten einfach weitgehend auf die Anlieger abgewälzt werden können.

Da klingt es schon fast zynisch, wenn in Unterhaching die schlichte Aufstellung von Straßennamen, Baujahr, größeren Unterhaltsmaßnahmen (mit einem X markiert) sowie Länge der Straße als „Bericht“ bezeichnet werden. Da die meisten Straßen älter als 40 Jahre sind, kann auch die Erläuterung

„Dieser Bericht dient als Anhaltspunkt für künftige Straßensanierungen. Es ist generell davon auszugehen, dass Straßen nach vierzig Jahren grundhaft saniert werden müssen.“

nur als Einstimmung verstanden werden, dass sehr vielen Bürgern in absehbarer Zeit große Kosten ins Haus stehen.

PDF: Basisinformationen Straßensanierung Unterhaching

Quelle: Homepage Unterhaching: Informationen zu den Unterhachinger Gemeindestraßen

 

Asylbewerberunterkunft in Unterhaching

Die FDP Fraktion trägt die Entscheidung des Gemeinderats vom 9.7.2014 zur Errichtung einer Asylbewerberunterkunft in Unterhaching mit.

„Es kommen Menschen, die für ihr Schicksal nichts können. Es ist jetzt an uns als Gemeinde mit Taten statt Worten Verantwortung zu übernehmen und diesen Menschen in Not für die Dauer ihres Asylverfahrens einen Ort zum Bleiben zu gewähren. Wir sind zuversichtlich, dass wir Unterhachinger diese neue Herausforderung offen annehmen und in eine gute Sache verwandeln können.“

Die Unterbringungsmöglichkeiten des Freistaats sind erschöpft, so dass die Gemeinden in die Pflicht genommen werden. So gut wie alle Gemeinden im Landkreis sind aufgefordert, Unterkünfte oder Flächen zur Verfügung zu stellen. Die Entscheidung über den Standort der Unterkunft in Unterhaching musste von den Gemeinderäten nach der Vorauswahl der Verwaltung in Abstimmung mit dem Landratsamt innerhalb weniger Tage getroffen werden. Uns ist bewusst, dass es keine perfekte Wahl sein kann, sondern nur eine optimale aus der Gesamtsicht heraus.

Die Betreuung und Unterstützung der Asylbewerber durch das Landratsamt ist professionell. Dennoch hängt sehr viel von den Gemeinden und ihren Bürgern ab, die durch freiwilliges Engagement weit mehr erreichen können als die bloße Daseinsversorgung. Der Helferkreis Asyl in Unterhaching ist die Anlaufstelle für Bürger, die helfen wollen.

Anfrage zur Situation der Kinderbetreuung in Unterhaching

Zur Gemeinderatssitzung am 04.06.2014 von Peter Hupfauer

Aus der Zeitung hat der Gemeinderat erfahren, dass aktuell 70 Kinderbetreuungsplätze in Unterhaching fehlen (Münchner Merkur, 16.05.14). Dem Zitat aus dem Bericht „Ich kann die Kinder, für die ich kein Personal habe, nicht unterbringen – sie müssen eben zu Hause betreut werden“ können sich die meisten Gemeinderäte sicherlich nicht anschließen. Kinderbetreuungseinrichtungen zählen zu den Kernaufgaben der Gemeinde, hier stehen wir in der Pflicht.

Zu Beginn der heutigen Sitzung haben ich bei der nichtöffentlichen Abstimmung der Tagesordnung vorgeschlagen, eine aktuelle Viertelstunde zur Situation der Kinderbetreuung auf die Tagesordnung zu nehmen. Dieser Vorschlag fand mit dem Verweis auf fehlende Zahlen sowie eine geplante Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses im September keine Unterstützung. Daher nun als Anfrage:

  • Wie ist die aktuelle Lage bei den Kinderbetreuungseinrichtungen in Unterhaching?
  • Wie kommt es zur personellen Unterdeckung und welche Maßnahmen werden ergriffen, um den Missstand zu beheben? Kann die Gemeinde z.B. durch vergünstigte Wohnungen, die im Besitz der Gemeine sind,  Anreize schaffen?
  • Wie sind die Prognosen für die Zahlen an Kindern, die einen Anspruch hätten bzw. die zu erwartenden tatsächlichen Antragsteller – auch in Anbetracht der stetigen Ausweitung der Wohnbebauung, die keine Kindebetreuungseinrichtungen vorsehen?
  • Wie können die mittel- und langfristigen Prognosen erfüllt werden?

Presseberichte:
Kein Personal für Kindergärten: 2014-05-16_MM
Erziehermangel! Keine Lösung in Sicht: 2014-08-06_HALLO

FDP mit zwei Mandaten im Gemeinderat

Bei den Kommunalwahlen am 16. März 2014 erzielte die Unterhachinger FDP zwei Mandate. Die Gemeinderäte Bernard Maidment und Peter Hupfauer werden damit auch die kommenden sechs Jahre für die Liberalen im Gemeinderat vertreten sein.

So hat Unterhaching 2014 gewählt bzw. nicht gewählt

Grafik-BM-Wahl2014_2

Stimmenverteilung der Wahlberechtigten zur Wahl des Bürgermeisters

Grafik-GR-Sitze2014

Verteilung der Sitze im Gemeinderat nach gültigen Stimmen

 

 

FDP begrüßt die Entscheidung zur Beteiligung von Grünwald an der Unterhachinger Geothermie

FDP begrüßt die Entscheidung zur Beteiligung von Grünwald an der Unterhachinger Geothermie und hofft auf ein Ende der verfehlten Finanzierungspolitik

Die FDP Fraktion hatte bereits zur Haushaltssitzung im Februar 2013 den Antrag gestellt, der Gemeinderat möge die Weichen für die Beteiligung eines Gesellschafters bei der Geothermie stellen. Grundsätzlich sind wir sehr froh, dass nun endlich dieser überfällige Schritt gemacht wurde, da die finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt der Gemeinde erdrückend waren.

Das nicht wahr haben wollen, dass Fehlentscheidungen zu korrigieren sind und die seit Jahren praktizierte vermeintliche Flucht nach vorne führte 2011 zu rund 23 Millionen Euro Eigenkapital der Gemeinde und Bürgschaften in Höhe von fast 69  Millionen Euro. Damit stand die Gemeinde selbstverschuldet mit dem Rücken zur Wand und der beschlossene Neubau der Grund und Mittelschule war gefährdet. Das führte letztlich zum Notverkauf des Schulgrundstücks und zur für die Öffentlichkeit völlig überraschenden Verlegung der bereits für den alten Standort fertig geplanten Schule.

Wir haben immer versucht, die Zusammenhänge transparent zu machen und den Schleier über der Geothermie zu lüften, aber das Thema war für den Bürgermeister und die große Mehrheit des Gemeinderats tabu, weil man wohl Fehler hätte eingestehen müssen.

Mit den Folgen der Politik müssen wir nun leben: Allein die Umplanung der Schule und der am neuen Standort erforderliche Tunnel zur Turnhalle haben zusätzliche Kosten in Höhe von 700.000 EUR verursacht. Von der negativen Ortsentwicklung mit einer Schule in Randlage (siehe Skizzen unten)  und der massiven Nachverdichtung im Fasanenpark ganz zu schweigen.

Es geht nicht darum, ob man „für Geothermie“ ist, sondern um die Frage, ob es richtig war, dass eine Gemeinde Pionier-Arbeit in Bereichen leistet, für die nicht ohne Grund sonst Risikokapital gesammelt wird. Aus der Gelddruckmaschine, wie es Altbürgermeister Dr. Knapek mal bezeichnete und die Unterstützung der Mehrheit der Gemeinderäte fand, ist nichts geworden. Die heutigen Gemeinderäte und Gemeinderätinnen können froh sein, wenn Unterhaching mit einem blauen Auge davon gekommen ist.

 

 

Anfrage: Entwicklung der gemeindlichen Ausgaben im Bereich Erhalt Infrastruktur

21.11.2013

Anfrage Peter Hupfauer für die FDP Fraktion zu:
Entwicklung der gemeindlichen Ausgaben im Bereich Erhalt Infrastruktur – Ausblick auf anstehende Ausgaben für Straßen, Wasserleitungen & Kanal, Liegenschaften

Ausgelöst durch einen Zeitungskommentar, in dem von einem „tückischen Anreiz für Politiker“ die Rede ist, „zugunsten kurzfristige Effekte den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur zu vernachlässigen“, wollen wir fragen, ob sich nicht vor unserer „eigenen Haustüre etwas Laub“ angesammelt hat. Weiter heißt es in dem Kommentar, „die Infrastruktur zu vernachlässigen sei ebenso fahrlässig wie die Praxis der Verschuldung. Beides verlagere die Folgen und Kosten heutiger Politik auf spätere Generationen.“

Ich bin überzeugt, das ist nicht in unserem Sinne, daher unsere Anfrage als Ausgangspunkt für eine „Standortbestimmung“, was auf uns zukommt und die Frage, wie auf längere Sicht eine verantwortungsbewusste Finanzierung erfolgen soll.

Anfrage:
Wir bitten um eine geeignete Darstellung der gemeindlichen Unterhaltsinvestitionen (Prozent zum Gesamthaushalt) in den vergangenen fünf Jahren in den Bereiche

– Straßenunterhalt,
– Wasser & Kanal,
– Liegenschaften

sowie einen ungefähren Ausblick, welche erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen in diesen Bereichen in den nächsten sechs Jahren zu erwarten sind und wie diese finanziert werden können.

Die Beantwortung der Anfrage durch Verwaltung und Bürgermeister ist in meinen Augen dürftig – aber sehen Sie selbst:  Antwort Anfrage Erhalt Infrastruktur

Die Stadt München hat einen Plan über den Zustand ihrer Straßen und eine mehrjährige Finanzplanung dazu – siehe Grafik.